270. Klaus von Dohnanyi – SPD: “Ich bin gegen jede Koalition mit der Linken”

http://www.insuedthueringen.de/regional/thueringen/thuefwthuedeu/Die-DDR-war-eine-Diktatur-und-ein-Unrechtsstaat;art83467,3613904

Die Linke in Thüringen denkt, wenn sie mit einem gemeinsamen Linke-SPD-Grüne-Papier dokumentiert, dass “die DDR eine Diktatur und kein Rechtsstaat war”, reicht es aus, sich koalitionsfähig zu machen. Das ist aber ein Irrtum. Ich kann nur hoffen, dass SPD und Grüne in Thüringen darauf hören, was Klaus von Dohnanyi und Werner Schulz sagten.

Die Linke und der Kommunismus – Maybrit Illner [5/5] (0:28):

Klaus von Dohnanyi – SPD
Allerdings möchte ich Frau Lötzsch etwas sagen, was ich finde sie nachdenklich machen sollte. Ulbricht, als er zurückkam aus Moskau nach Berlin wollte keine Mauer bauen, sonst hätte er sie nämlich schon 46 oder 47 oder 48 gebaut. Er baute sie, weil er die Freiheit beschränken musste, um sein System aufrecht zu erhalten. Das heißt, wir müssen wissen, wenn Sie in den Kommunismus so hineindenken, wie Sie das tun, dass Sie am Ende in den Sog bestimmter Notwendigkeiten kommen. Man hat diese Mauer nicht absichtlich gebaut, sonst hätte man sie viel früher gebaut. Nein. Man musste sie bauen am Ende, weil sonst das System zusammengebro…

Und was ich Ihnen sage, ist Folgendes: Wenn Sie über diese kommunistischen Ideen, auch mit dem, was Rosa Luxemburg gesagt hat usw. weiter so machen, dann werden Sie, wenn Sie die Macht bekämen, was ich bei uns nicht vermute, weil… wir werden sie klein halten, hahahah…, aber wenn Sie die Macht bekämen, würden Sie in den Zwang der Dinge geraten…

Ich würde gar nicht bei Ihnen unterstellen, dass Sie ein Terrorregime errichten wollen, so sehen Sie gar nicht aus… hahahah. Aber Frau Lötzsch, das ist… das hat man auch dem wundervoll sächselnden Ulbricht nicht zugetraut. Aber er hat es doch gemacht. Und warum hat er es gemacht? Weil er in den Zwang der Notwendigkeiten…

Er konnte dieses System nicht aufrechterhalten, ohne die Mauer zu schließen, ohne eben Sozialismus in einem Land, oder in diesem Falle eben in der DDR zu machen. Und deswegen sage ich Ihnen, Sie sind auf einem gefährlichen Weg…

Ich bin gegen jede Koalition mit der Linken auf jeder Ebene, ob in Berlin oder woanders. Ich halte das einfach für falsch.

Die Linke und der Kommunismus – Maybrit Illner [2/5]
(0:57): Werner Schulz
- DDR Bürgerrechtler – Bündnis90/Die Grünen
Sie trennen die Idee von der Ausführung. Sie sagen, die Idee ist gut. Das geistert noch durch Ihren Kopf und durch die Köpfe anderer. aber es ist schlecht ausgeführt worden. Stalin ist die Entartung, ist die…  wie soll ich sagen…  hat ihn entstellt. Ich sage: Stalin hat den Kommunismus zur Kenntlichkeit gebracht. Das ist im Konzept bei Marx schon angelegt, das ist eine Handlungsanleitung für Stalin gewesen. Er hat nichts anderes gemacht, als das umzusetzen. Auch Lenin. Diese Gewaltfrage spielt beim Kommunismus von Anfang an eine große Rolle. Es ist mit Terror und Gewalt… Überall hat es mit Umerziehungslagern begonnen… Schauen Sie Pol Pott an und dergleichen. Es geht gar nicht anders. Man versucht die Menschen mit Gewalt zu einer besseren Welt zu bringen. Aber sie war schlechter. Und sie war ungerecht und sie war brutal
.

Meiner Meinung nach wäre die Linke erst dann koalitionsfähig, wenn sie sich nicht nur vom stalinistischen Ulbricht/Honecker-System distanziert hat, sondern vom verbrecherischen Kommunismus überhaupt. Aber das tut die Linke ja nicht, da ja Gesine Lötzsch und andere Linke Wege zum Kommunismus suchen und sich vom Kommunismus immer noch nicht verabschiedet haben.

opk-akte-verfasser.de/friedenswerkstatt
Martin Luther King
(amerikanischer Bürgerrechtler)

“Da es für den Kommunisten keine göttliche Führung, keine absolute moralische Ordnung gibt, gibt es auch keine festen, unwandelbaren Grundsätze. Infolgedessen ist fast alles – Macht, Gewalt, Mord, Lüge -  vom Ziel her gerechtfertigt. Dieser Relativismus war mir zuwider. Ein positiver Zweck kann niemals negative Mittel rechtfertigen, da letzten Endes der Zweck im Mittel schon vorgegeben ist. Außerdem bekämpfte ich den politischen Totalitarismus des Kommunismus. Beim Kommunismus endet das Individuum in der Unterwerfung unter den Staat. … Diese Mißachtung der persönlichen Freiheit widerstrebte mir.”

wikipedia.Erklärung_über_die_Verbrechen_des_Kommunismus
Martin Mejstřík
(tschechische Bürgerrechtler und Politiker)

“Der Kommunismus ist keine Philosophie, sondern eine verbrecherische Ideologie”. Unser Bundespräsident Pfarrer Joachim Gauck unterschrieb diese  auf der internationalen Konferenz „Verbrechen des Kommunismus“ in Prag am 25. Februar 2010. geäußerte These als Erstunterzeichner.
(wikipedia.Erklärung_über_die_Verbrechen_des_Kommunismus)

Ich teile die Meinung von Alexander Dobrindt – CSU voll und ganz:

Die Linke und der Kommunismus – Maybrit Illner [3/5]
Alexander Dobrindt
– CSU

Mich regt die Romantisierung auf, die Sie (Claus Peymann, Kommunist und Intendant des Berliner Ensembles) vom Kommunismus hier an den Tag legen. War es denn nicht genug, was wir hier erlebt haben in der DDR, in der Sowjetunion, in China. Millionen von Menschen getötet, geächtet, der Freiheit beraubt, und wir reden jetzt wieder darüber, dass wir den Kommunismus einführen wollen. Das ist zynisch. Nein. Sie haben vergessen…, dass der…

Ich finde es unmöglich, sich hier hinzustellen und zu sagen, der Kommunismus ist eine tolle Idee, ist super, haben wir…, was haben sie vorher gesagt? Idioten haben es nicht hingebracht, den Kommunismus irgendwo in Deutschland einzuführen, ist gescheitert, schade um die Opfer, aber jetzt machen wir einen neuen Versuch. Das ist zynisch… und beim besten Willen, das ist pervers, wenn man solch eine Meinung vertritt. (Beifall) Na komm, komm, so ein Scheiß will ich mir hier nicht anhören, wirklich, unmöglich… nein das ist unmöglich.

Verfasser K.

Linke, SPD und Grüne

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Eine Antwort auf 270. Klaus von Dohnanyi – SPD: “Ich bin gegen jede Koalition mit der Linken”

  1. Christoph Becke sagt:

    Kommunimus als (neues) Experiment ?
    Jeder Mensch lebt nur einmal auf dieser Welt. Und weil kluge Menschen aus Fehlern lernen, lehnen sie weitere Experimente zum Kommunismus ab. Sie wissen, dass die Verbrechen und Opfer der verschiedensten Kommunismuswege nicht virtuell, sondern real waren. Die unmenschlichen Irrwege des Kommunismus, die Millionen von Menschen erleiden und im schlimmsten Fall bitter mit dem Leben bezahlen mussten, basieren auf der Theorie Lenins: “Demokratischer Zentralismus”. Zentralismus bedeutet immer Diktatur und nicht Pluralismus. Demzufolge kann es auch keine Demokratie geben. Daher ist jeglicher neuer Weg zum Kommunismus ein reaktionäres Zurück in die Diktatur. Nein Danke !!
    Wann endlich begreifen die Demokaten in diesem Lande, wie gefährlich die Ideen und Programme der Partei DIE LINKEN sind. Schon der väterlich wirkende Ulbricht hat gesagt “Alles muß demokratisch aussehen, aber bestimmen tun wir”.

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